Boeing C17 Globemaster

Das World Economic Forum (WEF) in Davos mag politisch und wirtschaftlich umstritten sein. Einen Vorteil bringt es aber zumindest für uns Planespotter unbestritten: Seltene Flugzeuge. So auch am 14. Januar 2017 zwei Boeing C17 (das Bild zeigt den zweiten), die vermutlich Personal und Material brachten, um die Sicherheit und den Komfort für die US-Delegation sicherzustellen. So genau weiss man das nicht, bei den Amis. Mich interessiert aber auch weniger, was die C17 geladen haben, Hauptsache sie sind da.

Die C17 wurde ursprünglich von McDonnel Douglas entwickelt und gebaut. Als die Firma dann 1997 von Boeing übernommen wurde, wechselte natürlich auch die genaue Bezeichnung der Flugzeugtypen.

Die C-17 mit dem Beinamen Globemaster ist ein sehr vielseitiges Transportflugzeug, das voll auf die Bedürfnisse der US Army ausgelegt wurde. Es ist verhältnismässig wartungsfreundlich, kann auch auf unbefestigten Pisten starten und laden und bietet Platz für viele Soldaten oder viel Material. Das Aufnehmen von Treibstoff in der Luft ist ebenso möglich wie das Absetzen von Mensch und Material aus der Luft.

Speziell ist auch die Schubumkehr, die das Flugzeug am Boden problemlos rückwärts fahren lassen kann. Und für steilere Sinkflüge lässt sie sich sogar in der Luft einsetzen.

Airbus A380-861 | A6-EOJ | Emirates

Ich hatte Glück. Zuerst weil der A380 über RW32 startete und ich an deren Pistenende stand. Dann noch einmal wegen des Seitenwindes, der die grosse Maschine von der Piste weg in meine Richtung drückte. Der Brummer flog fast genau über unsere Köpfe.

Ein eindrucksvolles Flugzeug, obwohl die Meinungen über seine Qualität gespalten sind. Ich bin immer wieder fasziniert, dass so ein Riesending überhaupt abheben kann. Und dann diese Geschwindigkeit… so langsam, dass man meint, der Flieger müsste jeden Moment absacken.

Das Bild in voller Auflösung gibt’s bei Flickr.

Boeing 787-8 Dreamliner taking-off

Der Dreamliner heisst eigentlich 787 und ist ein Grossraumflugzeug des amerikanischen Herstellers Boeing. Er bietet Platz für bis zu 300 Personen und wurde erstmals 2011 ausgeliefert, nach mehreren Jahren Verzögerung.

Der Begriff “Dreamliner” ist eher aus Marketinggründen gewählt worden. Mit dem “Traumflieger” wollte Boeing den dringend nötigen Anschluss wieder finden, denn Airbus hat mit dem Grossraumflieger A380 gerade allen die Show gestohlen. Sogar die “8” ist aus marketingtechnischen Überlegungen gewählt worden, denn eigentlich hätte das Modell 7E7 heissen sollen, wobei das “E” für Efficency (Effizient) gestanden hätte. Weil diese Modellbezeichnung aber nicht so richtig in die bisherigen Boeing-Typenbezeichnungen gepasst hätte, wählte man die “8”. Warum ausgerechnet die “8”? Angeblich weil sie im Japanischen eine Glückszahl darstellt.

Mich interessiert das, ehrlich gesagt, alles relativ wenig. Hauptsache das Ding fliegt und bietet ein bisschen Abwechslung am Flughafen.

Das Bild entstand am Flughafen Zürich, da, wo bis vor Kurzem noch der Heligrill war. Der Dreamliner wird gerade von zwei Spottern beobachtet, wie er auf Piste 28 über Rümlang startet.

Wer das Bild in voller Auflösung sehen will, klicke hier. 

 

Freundlicher Pilot

Jedem Besucher des Flughafens Zürich kann ich wärmstens empfehlen, die Rundfahrt zu machen. Gegen wenig Entgelt kann man tolle Einblicke gewinnen und dem Treiben auf dem Flugfeld und am Pistenkreuz zusehen. Die Tickets für die Rundfahrten können auf der Besucherterrasse gekauft werden.

Auf einer dieser Rundfahrten war ich dabei. Leider war das Wetter schlecht, so dass ich eigentlich gar keine Lust hatte, am Pistenkreuz auszusteigen und einen oder zwei Jets beim Start zu fotografieren. Die Tatsache, dass der A380 ohnehin über RW32  statt wie üblich RW 16 startete, führte dann dazu, dass ich noch weniger Bock hatte.

So habe ich mich mehr auf das konzentriert, was der kompetente Guide erzählte und interessiert herumgeschaut. Beim Dock E sind wir dann kurz stehen geblieben, genau unter der Nase dieses Qatar Airways-Vogels. Leider weiss ich nicht, was für ein Typ es war. Und allein anhand der Nase kann ich’s nicht sagen. Aber ich fand es irgendwie cool und fotografierte aus dem Bus heraus durch eine alles andere als klare Scheibe.

Dass der Pilot da oben aus dem Fenster schaut und uns winkt, habe ich vor Ort überhaupt nicht bemerkt. Umso grösser war die Überraschung und die Freude dann zu Hause am Computer, als ich das Bild bearbeitete.

Unterm Strich alles andere als ein Top-Bild. Aber die Geschichte dahinter gefällt mir irgendwie doch so sehr, dass ich das Bild nicht löschte.

Vielleicht findet ja noch jemand raus, was für ein Flugzeugtyp es ist?

Das Bild in voller Auflösung gibt’s auf Flickr.