De Havilland VH-115 Vampire

Die Vampire war einer der ersten einstrahligen Militärjets. Ihre Zeit begann noch während des 2. Weltkrieges, obschon sie während diesem nicht mehr in Kampfhandlungen zum Einsatz kam. Nur zur Verdeutlichung: Wir sprechen von Mitte der 1940er Jahre. Als ich Kind war – und das begann erst 1972 – war die Vampire in der Schweizer Armee noch voll im Einsatz. Der Zweisitzer wurde dabei vor allem als Schulungsflugzeug benutzt.

Während zu der Zeit die englische Luftwaffe die Vampire bereits ausmusterte (1966), geschah das in der Schweiz erst etwas später, denn 1972 war sie ja wie gesagt noch im Einsatz. Und das war sie auch zehn Jahre später noch. Erst 1990 – ich war achtzehn – hat sich auch die Schweizer Luftwaffe vom beliebten und lauten Trainer verabschiedet.

Heute kennt man das glücklicherweise nicht mehr so, aber zur damaligen Zeit waren Abstürze von Militärmaschinen offenbar noch deutlich häufiger. Bereits in der ersten Woche nach der Lieferung musste 1946 eine erste Vampire abgeschrieben werden, nachdem sie in Dübendorf einen Startunfall hatte. Und der letzte Absturz geschah noch im Jahr der Ausmusterung, 1990, nach einer unkontrollierten Fluglage.

Insgesamt hatte die Schweizer Luftwaffe 175 Maschinen des Typs Vampire. Heute eine absolut unvollstellbare Zahl, glauben viele doch, 25 Flugzeuge würden reichen. 100 dieser Vampire wurden in der Schweiz in Lizenz gebaut. Pro Flugzeug rechnete man mit Kosten von ca. einer Million Schweizer Franken.

29 dieser Maschinen verlor die Luftwaffe durch Unfälle (4) und Abstürze (25), bei denen 22 Todesopfer zu beklagen waren.

Die hier gezeigte VH-115 Vampire ist heute zivil immatrikuliert und hat sich am Zigermeet 2016 gezeigt. Ein Bild in höher Auflösung gibt’s wie immer auf Flickr.

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