Airbus A380-861 | A6-EDB

Das Bild, mit dem meine Planespotting-Karriere begann

Dieses Bild zeigt den Nachmittags-Start eines A380 der Emirates mit Ziel Dubai. Obschon der A380 ein beeindruckendes und nach wie vor das grösste Passagierflugzeug ist, ist man sich seinen Anblick in Zürich doch schon ziemlich gewohnt. Denn nebst zwei Flügen von Emirates fliegt auch Singapore Airlines mit einem A380 Zürich an.

Dieses Bild hat jedoch eine symbolische Bedeutung für mich. Es ist nämlich das erste Flugzeugbild, das ich mit meiner neuen Kamera im Januar 2016 aufgenommen habe. Und dies, nachdem ich die letzten zwanzig Jahre gar nicht mehr fotografiert habe (Smartphone mal ausgenommen).

Ich war eigentlich gerade dabei, meinem anderen Hobby (Geocaching) nachzukommen, als dieser Riesenvogel über dem Wald auftauchte. Natürlich war ich viel zu spät dran mit der Kamera, so dass der Airbus schon vorbei war, bis ich bereit war. Also kam ich am nächsten oder übernächsten Tag nochmals hier vorbei und wartete geduldig (denn Emirates hatte fast eine halbe Stunde Verspätung).

Ja, so steht dieses Bild eigentlich für den Beginn meiner noch jungen Planespotter-Karriere und hat deshalb eine besondere Bedeutung für mich. Natürlich, es ist kein typischers Planespotter-Bild, dafür wird dem Flugzeug zu wenig Raum eingeräumt. Aber unter uns, ich bin auch kein “richtiger” Planespotter. Mir würde es zu langweilig, wenn immer nur das Flugzeug bildfüllend drauf sein müsste und ansonsten möglichst nichts.

Antonov An-22 | UR-09307

Die An-22 wurde Ende der 1960 Jahre gebaut und in Dienst genommen. Dass ein so altes Flugzeug noch fliegt, ist zwar nicht alltäglich, aber auch keine extrem seltene Angelegenheit. In diesem Fall aber irgendwie schon. Seit sieben Jahren handelt es sich um den ersten kommerziellen Frachtflug dieses Flugzeugs. Und dieser Auftrag führt die majestätische Maschine aus der Ukraine ausgerechnet nach Zürich (LSZH). Wow!

Nur durch Zufall und dank freundlichem Hinweis eines Spotterkollegen habe ich am Vortag davon erfahren. Und ebenso nur durch glückliche Umstände, konnte ich mich rechtzeitig am Flughafen einfinden.

Wo sonst massenhaft Parkplätze frei sind, gab’s nur noch vereinzelte Plätze. Dass die Polizei ausgerechnet jetzt noch Kontrollen durchführen musste, konnten ausser mir auch andere nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, aber die Rennleitung darf das natürlich.

Wie auch immer, die ersten entdeckten den Russen, als er über Rafz noch eine Rechtskurve einlegte um dann später bei Ühlingen nach links einzuschwenken und über Waldshut wieder in die Schweiz einzufliegen.

Das Brummen der An-22 hörte man schon Minuten vor ihrem Vorbeiflug, obschon vor ihr noch ein Jet im Landeanflug war. Ein faszinierendes Bild von einem Flieger.

1b958d7f-68da-45c2-9e71-20286f7527b5Nun wird ein Frachtstück von ca. 28 Tonnen geladen, das heute Abend nach Abu Dhabi geflogen wird. Start war ursprünglich auf 21 Uhr geplant (Sonne leider schon weg), später auf 20 Uhr vorverlegt (Sonne leider auch schon weg). Nun gibt es Gerüchte, wonach die Crew gerne früher abheben möchte (vielleicht noch mit Sonne). Ob ich auch da sein kann, ist leider nicht sicher.

In der Sicherheitskontrolle hängen geblieben

Der Flughafen Zürich gilt als sehr spotterfreundlich. Zwar wäre es nett, man hätte mehr Gucklöcher im Zaun rund ums Flughafengelände montiert, aber auch so kommt man erfreulich nahe ans Geschehen auf der Piste. Und dem Treiben auf dem Rollfeld kann man hervorragend zuschauen, wenn man sich auf die Besucherterrasse begibt.

Weil man da a) im Freien ist und b) direkte Sicht auf die parkenden Flugzeuge hat, muss sichergestellt sein, dass da keiner mit gefährlichen Gegenständen, namentlich Waffen oder Sprengstoff die Terrasse betritt. Deshalb gibt es vor dem Zugang auf das Besucherdeck einen Sicherheitscheck: Taschen und Rucksäcke werden mit einem Röntgengerät überprüft während man selber durch einen Metalldetektor geht. Letzterer piepst von Zeit zu Zeit und signalisiert dem Personal, dass eine Stichprobe fällig ist.

Bei mir piepst es. Mit einem Prüfstreifen fährt der Mitarbeiter über meine Hände, aussen und innen, sowie über meinen Hosenbund. Streifchen in die Maschine, check, alles ok. Der Streifen macht angeblich nichts anderes, als anzugeben, wenn Sprengstoffrückstände gefunden würden. Wissen das die Bösen nicht oder tragen die aus Goodwill keine Handschuhe?

Wie auch immer, mein Fotorucksack wird auf der anderen Seite gerade herausgefischt. Ich werde gebeten, dieses Fach und jenes Fach zu öffnen. Erneuter Röntgendurchgang. Da ist noch etwas, was die Dame sehen will, bitte noch das Fach hier öffnen. Ersatzakkus. Raus, nochmals scannen. Immer noch nicht ok. Am Ende finden wir meine Geldbörse mit Metalleinsatz, vierter Scandurchgang. Die anderen Zuschauer amüsieren sich offensichtlich.

Endlich sind alle zufrieden, ich darf meine Habseligkeiten wieder einpacken und endlich raus.

Fazit: Nächstes Mal nehme ich nur eine kleine Tasche mit Body und zwei Objektiven mit. Wenn ich wenig dabei habe, können sie auch nur wenig überprüfen.

Pilatus PC-7 | T7-FMA

Die Schweizer Luftwaffe beschaffte anfangs der 1980er Jahre 40 Exemplare des PC-7 aus den schweizerischen Pilatus-Werken. Die Flugzeuge waren aufgrund ihrer Flugeigenschaften sehr vielseitig einsetzbar, vom Trainer für Anfänger bis zum Kunstflug für Profis.

Das abgebildete Flugzeug flog unter der Registrierung A-907 ca. 28 Jahre für die Luftwaffe, ehe es im Rahmen einer Flottenverkleinerung ausgemustert und vom Fliegermuseum Altenrhein übernommen wurde.

Der zivilen Weiternutzung wurden offenbar zahlreiche bürokratische (und andere) Steine in den Weg gelegt, so dass sich das Fliegermuseum letztlich gezwungen sah, die ausgemusterte PC-7 in San Marino (T7) statt der Schweiz (HB) zu registrieren.

Seit einigen Jahren steht T7-FMA nun für Passagierflüge und Show-Einsätze an Airshows zur Verfügung. Das heutige Bild habe ich anlässlich des Zigermeet 2016 in Mollis gemacht und unter anderem auf meinem Instagram-Account veröffentlicht.