Das Beste aus 2016

Ich habe bekanntlich im 2016 überhaupt erst mit Fotografieren angefangen. Und während ich anfänglich meine Flugzeugbilder auf meinem „normalen“ Instagram-Account veröffentlicht hatte, startete ich im Frühling dafür unter dem Namen ‚aeropaddy‘ einen eigenen Account. Das heisst, der Spotter-Account war gar nicht ein volles Jahr im Betrieb.

Trotzdem veröffentliche ich hier und auf Instagram heute meine neun „erfolgreichesten“ Bilder aus dem 2016. Erfolgreich heisst hier: am meisten Likes.

aeropaddy_full

Gerade mal 39 Bilder habe ich im 2016 geschafft. Das heisst, gemacht habe ich natürlich viel mehr. Aber sie haben (noch) nicht den Weg auf Instagram gefunden. Dafür gab’s immerhin etwas über 1300 Likes, was mich extrem freut.

Danke vielmals allen, die mir auf Instagram folgen und ab und zu einen Like oder einen Kommentar hinterlassen. Ihr macht mir damit eine grosse Freude.

Ich wünsche allen ein tolles 2017 mit noch tolleren Spotterbildern als im Vorjahr.

F-4U Corsair

Die Warbirds aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind allesamt imposant anzusehen und vor allem anzuhören. Das Dröhnen der fetten Motoren während die meist einsitzigen Maschinen vorbeifliegen, spürt man bis in die Bauchgegend. Herrlich. Vielleicht das einzig Schöne, das der Zweite Weltkrieg hervorgebracht hat.

Einer der schönsten Jagdflieger ist für mich der F-4U Corsair. Mit seinen geknickten Flügeln hat er eine einzigartige Silhouette von vorne und strahlt – wiederum für mich, andere mögen das anders sehen – eine tolle majestätische Eleganz aus.

Am Zigermeet 2016 hatte ich die Gelegenheit, einen Corsair am Boden und in der Luft zu sehen und zu fotografieren. Das heutige Bild zeigt ihn nach seiner Landung. Das Flugzeug ist zwar auf den ersten Blick in Originalbemalung. Beim zweiten Blick stellt man aber schnell fest, dass es sich hier um ein in Österreich registriertes Flugzeug handelt, das der Red Bull-eigenen Flugzeugabteilung „Flying Bulls“ gehört.

Sowieso scheint es heutzutage nur noch zwei Arten von alten Flugzeugen zu geben: Jene die Red Bull gehören und jene die von Uhrenmarken gesponsert werden.

Das Originalbild der Corsair findest du auf Flickr. 

Freundlicher Pilot

Jedem Besucher des Flughafens Zürich kann ich wärmstens empfehlen, die Rundfahrt zu machen. Gegen wenig Entgelt kann man tolle Einblicke gewinnen und dem Treiben auf dem Flugfeld und am Pistenkreuz zusehen. Die Tickets für die Rundfahrten können auf der Besucherterrasse gekauft werden.

Auf einer dieser Rundfahrten war ich dabei. Leider war das Wetter schlecht, so dass ich eigentlich gar keine Lust hatte, am Pistenkreuz auszusteigen und einen oder zwei Jets beim Start zu fotografieren. Die Tatsache, dass der A380 ohnehin über RW32  statt wie üblich RW 16 startete, führte dann dazu, dass ich noch weniger Bock hatte.

So habe ich mich mehr auf das konzentriert, was der kompetente Guide erzählte und interessiert herumgeschaut. Beim Dock E sind wir dann kurz stehen geblieben, genau unter der Nase dieses Qatar Airways-Vogels. Leider weiss ich nicht, was für ein Typ es war. Und allein anhand der Nase kann ich’s nicht sagen. Aber ich fand es irgendwie cool und fotografierte aus dem Bus heraus durch eine alles andere als klare Scheibe.

Dass der Pilot da oben aus dem Fenster schaut und uns winkt, habe ich vor Ort überhaupt nicht bemerkt. Umso grösser war die Überraschung und die Freude dann zu Hause am Computer, als ich das Bild bearbeitete.

Unterm Strich alles andere als ein Top-Bild. Aber die Geschichte dahinter gefällt mir irgendwie doch so sehr, dass ich das Bild nicht löschte.

Vielleicht findet ja noch jemand raus, was für ein Flugzeugtyp es ist?

Das Bild in voller Auflösung gibt’s auf Flickr.

Die Kofferhelden

Wer an Luftfahrt denkt (und Planespotter tun das ziemlich oft), denkt in erster Linie an Flugzeuge und an die Menschen mit dem Traumberuf Pilot. Doch von den 24’000 Menschen, die am Flughafen Zürich arbeiten, sind die wenigsten Piloten.

Eine Berufsgattung, deren Leistung viel zu selten lobend erwähnt wird, sind die Gepäckabfertiger. Kaum ein Passagier verschwendet einen weiteren Gedanken an seinen Koffer, nachdem er ihn am Check-In abgegeben hat. Doch für den Koffer beginnt dann erst das Abenteuer.

Nach einer kilometerlangen Fahrt auf Rollbändern landet er irgendwann (hoffentlich) auf einem Gepäckwagen – im Container oder wie auf dem heutigen Bild lose. Damit wird er zum Flugzeug transportiert, wo ihn dann mehrere Männer mit Muckis ins Flugzeug verladen.

Immer häufiger werden Koffer in Frachtcontainer transportiert, was natürlich den Transport wie auch das Verladen einfacher macht. Aber irgendwie gefällt es mir besser, wenn ich solche mit haufenweise Koffern beladenen Anhängerzüge sehe.

Ob der Fahrer im Bild grad telefonisch nachfragt, wo denn das Flugzeug ist, das eigentlich hier stehen müsste? Hoffentlich nicht.

Das Bild in hoher Auflösung gibt’s bei Flickr.