Mühsame Politiker

Der Pilot der abgestürzten F/A-18 ist noch nicht gefunden, schon nutzen die Poltiker den Unfall für ihre eigene Agenda und fordern u.a. das Grounding der F/A-18-Flotte.

Dieses pietätlose eigennützige Verhalten macht mich wütend. Wenn’s dann noch Politiker sind, die weder Ahnung von der Aviatik noch von den Aufgaben der Luftwaffe haben, ärgert das erst recht.

«Es wäre offensichtlich sicherer, wenn die Flieger auf dem Boden blieben»
Tamara Funiciello, Präsidentin JUSO

Aviatik-„Spezialistin“ Funiciello weiter: „Die Schweiz braucht keine Luftwaffe, weil weit und breit kein Feind in Sicht ist. Es ist unwahrscheinlich, dass uns Kampfjets irgendwann mal vor einem Angriff schützen werden.»

Wenn dann erstmals ausländische Militärflugzeuge eine Abkürzung über den Schweizer Luftraum wählen, sind’s wohl wieder die gleichen Poltiker, die lautstark protestieren, weil die Schweiz dagegen nichts unternimmt. Um nur mal ein Beispiel von vielen zu nennen, die in die luftpolizeilichen Aufgabenkatalog der Luftwaffe gehören.

*kopfschüttel*

Quelle: www.20min.ch/schweiz/news/story/-Die-Flieger-sollten-auf-dem-Boden-bleiben–17096319

Schweizer F/A-18 abgestürzt

Ein einsitziger Kampfjet vom Typ F/A-18 der Schweizer Armee ist heute vermutlich im Gebiet Sustenpass abgestürzt. Er befand sich auf einem Patrouillenflug im Rahmen einer Übung, als sich der Pilot kurz nach 16 Uhr nicht mehr meldete. Seither gelten Flugzeug und Pilot als vermisst. Ein Absturz ist wahrscheinlich.

Nach Abstürzen von je einer Maschine im 1998, 2013 und 2015 wäre das der vierte Verlust einer F/A-18.

CrC011GWAAE4r-A.jpgAn einer ersten Pressekonferenz informierte Aldo Schellenberg, Chef Luftwaffe, die Presse über den aktuellen Wissensstand. Und der ist spärlich. Man wisse lediglich, dass man den Kontakt verlor und Signale empfing, die auf einen Unfall schliessen. Über den Zustand des Piloten könne man noch keine Angaben machen. Es deutet aber leider, so sehe ich das, nichts darauf hin, dass er den Unfall überlebt hat.

Aufgrund des schlechten Wetters sei laut Schellenberg eine Suche aus der Luft nicht möglich. Allerdings scheint das nicht ganz zu stimmen, konnte man auf Flightradar24 doch ziemlich eindeutig verfolgen, wie ein Cougar-Helikopter der Luftwaffe im mutmasslichen Absturzgebiet grossräumige Suchflüge machte.

Um 22 Uhr will die Armee nochmals informieren.

Update 2230 Uhr: Es scheint, dass man noch immer nicht mehr weiss. Das vermutete Absturzgebiet sei schwer zugänglich und wegen der Nacht sowie der Wetterlage können die Suchtrupps nur zu Fuss vorgehen. Die Rettungsflugwacht stehe für Bergungsflüge bereit, was ich seltsam finde. Die können bei schlechtem Wetter ja vermutlich auch nicht fliegen. Und wenn doch, warum suchen sie dann nicht?

Update 30.08.16 / 12:00: Nach wie vor keine Spur von Pilot und Flugzeug. Als Laie (und wohl nicht nur als solcher) stellt man sich da natürlich die Frage, wie das sein kann. Aber auch ein Notsignal kann nur empfangen werden, wenn es nicht von Felsen, Wald oder Wettergegebenheiten gestört oder gar gestoppt wird. Von dem Ort, wo ein letztes Signal empfangen wurde – zum Beispiel vor einem Absturz – bis zur tatsächlichen Absturzstelle legt ein Jet mit seinen Geschwindigkeiten problemlos noch mehrere Kilometer zurück.

Ausserdem teilte die Armee heute mit, dass sie derzeit keine Signale mehr empfangen könne und sie sich deshalb auf die Signale von gestern stützen müsse. Dies ist allerdings ein schlechtes Zeichen. Die Notsender fallen normalerweise nur komplett aus, wenn die Maschine zerschellt und so auch die Sender Schaden nehmen.

Hinzu kommt, dass das Gelände am Sustenpass nicht einer hektargrossen Weide mit Autobahnanschluss gleicht, sondern äusserst schwer zugänglich ist Selbst Bergführer sprechen von purem Zufall, wenn ein Bodentrupp den Piloten findet. Die grösste Chance haben da Hubschrauber. Und von denen sollen heute mehrere unterwegs sein und das Gebiet absuchen.

Update 30.08.16 / 15:00: Der abgestürzte F/A-18 wurde von der Crew eines Armee-Helikopters gesichtet. Der Absturzort lässt sich aus Wettergründen derzeit nicht vom Boden aus erreichen. Helfer werden raschmöglichst vor Ort aus Hubschraubern abgesetzt. Vom Piloten fehlt noch jede Spur.

Update 31.08.16: Die sterblichen Überreste des Piloten wurden gefunden, er ist definitiv tot. Ich hoffe, die Familie hat genug Kraft, das auszuhalten und durchzustehen. Herzliches Beileid.

Bildnachweis: F/A-18 during fire demonstration | Peter Gronemann from Switzerland (Wikimedia Commons)

 

Wie alles begann

Ich habe in meinen jungen Jahren viel fotografiert. Zwar mit Spiegel, aber ohne grosse Ahnung. So weit ich mich erinnern kann, habe ich den Automatik-Modus wohl nie verlassen. Das war vor zwanzig Jahren.

Anfangs 2016 hat mein Sohn das Hobby ‚Fotografieren‘ für sich entdeckt. Und es kam, wie es kommen musste: Er hat mich damit angesteckt. Er ist es auch, der mir die rudimentären Zusammenhänge zwischen ISO, Blende und Brennweite näher brachte.

Soll ich oder soll ich nicht… eine eigene Kamera kaufen? Aus Rücksicht auf den Junior, der mit bescheidenerem Budget auskommen muss und mit dem ich auch nicht in Konkurrenz treten wollte, beschaffte ich mir eine Systemkamera (Olympus OM-D E-M10). Die hatte in meinen Augen entscheidende Vorteile: Man kann das Objektiv wechseln und ist damit vielseitig, trotzdem trägt man wenig Gewicht mit sich und die Kamera ist schön kompakt.

Nach einem Monat ging ich damit erstmals an den Flughafen Zürich. Aus einem Mal wurden mehrere. Ich kann wunderbar abschalten, während ich den Flugzeugen zuschaue – egal ob durch den Sucher oder ohne Kamera vor dem Gesicht.

Natürlich entstanden (und werden wohl noch entstehen) da einige Bilder. Was mache ich damit? Verkaufen kann ich sie wohl nicht, alle aufhängen will ich nicht. Eine bescheidene Webseite scheint mir ein geeignetes Mittel zu sein, die Fotos einigermassen hübsch zu präsentieren. So kann ich sie bequem immer wieder anschauen. Und wer weiss, vielleicht finden sich da draussen ja noch andere, die meine Fotos ebenfalls gerne sehen.

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Ein Airbus A380 der Emirates ist in Zürich (LSZH) bereit zum Start nach Dubai